Schritt 2 : Das Drehgestell

Im Frühjahr 1933 bietet Ettore Bugatti dem Netz der staatlichen Eisenbahngesellschaft den Prototyp eines Triebwagens mit zwei Drehgestellen mit je vier Achsen an.

Dieser Triebwagen unterscheidet sich von den bereits in Betrieb befindlichen Triebwagen anderer Marken nicht nur durch seine Bautechnik, sondern auch durch die installierte Antriebsleistung.

Für seinen Antrieb wurden je nach Triebwagenmodell 2 bis 4 Royale-Motoren mit einer Leistung von 400 bzw. 800 PS verwendet.

Der 800-PS-Triebwagen stellte 1935 einen Geschwindigkeitsweltrekord auf mit Spitzengeschwindigkeiten von fast 200 km pro Stunde.

1935 wurde zwischen Straßburg und Paris ein neuer Langstrecken-Geschwindigkeitsrekord mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 144 km/h auf einer Strecke von 504 Kilometern aufgestellt.

Es gab mehrere verschiedene Modelle von Triebwagen, Einzeltriebwagen, Doppeltriebwagen und Dreifachtriebwagen.

Das Erkennungsmerkmal dieser Triebwagen war die auf dem Dach befindliche Fahrerkabine, die eine Fahrt in beide Richtungen mit Panoramablick ermöglichte. Da die Motoren in der Mitte des Triebwagens angeordnet waren, saß der Fahrer folglich über ihnen.

Da bei der Entwicklung des Triebwagens Techniken, die normalerweise im Automobilbau verwendet werden, auf die Eisenbahn übertragen wurden, wurden zahlreiche Patente angemeldet.

Die Gesamtproduktion von Bugatti wird auf 90 Exemplare geschätzt, wobei alle Typen von Triebwagen zusammengerechnet werden.

Schritt 2 : Das Drehgestell
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